PreisträgerInnen 2025
Die 28. Verleihung der Medienpreise Nordwestschweiz fand am 27. April 2026 im Don Bosco in Basel statt.
Fabienne Huber
Gewinnerin Kategorie Radio
Journalistin, Radio SRF Aargau Solothurn
Serie über die Zukunft der Schule
Fabienne Huber vom SRF Regionaljournal AG/SO gewinnt mit ihrer vielschichtigen Serie „Zukunft der Schulen“ in der Kategorie Radio. Mit grosser Nähe zu den Menschen und fundierter Recherche zeichnet sie ein differenziertes Bild des Schulsystems. Einfühlsam beleuchtet sie das Spannungsfeld zwischen Integration und Separation, zeigt Chancen und Bruchstellen auf und macht sichtbar, wie intensiv um Bildungsgerechtigkeit gerungen wird – und welche kontroversen Debatten die Zukunft der Schule prägen. Ein Beitrag von hoher journalistischer Qualität und aktueller Bedeutung.
Link zum Beitrag
Gewinner Kategorie Print
Journalist, Aargauer Zeitung
«Jetzt müsst ihr die Beine spreizen»
Simon Häring berichtet regelmässig über Themen an der Schnittstelle zwischen Sport, Politik und Gesellschaft und recherchiert dabei hartnäckig über Ethikverstösse. Mit seinen Artikeln über die verbalen und physischen Übergriffe des Trainers eines Schweizer Juniorinnenteams deckte er einen weiteren Fall systematischen Missbrauchs zulasten junger Talente auf. Und dokumentiert, wie der Regionalverband lange wegschaute und der Trainer im Amt bleiben durfte, während die Karriereträume junger Frauen zerstört wurden.
Link zum Beitrag
André Albrecht
Gewinner Kategorie Foto
Fotograf
Reportage Heitere Open Air 2025
Der Konzertfotograf und Drohnenpilot André Albrecht dokumentiert seit Beginn des Heitere Open Airs das Festivalgeschehen. Mit seiner Linse hält er nicht nur die Stars auf der Bühne fest, sondern richtet den Blick ebenso auf das Publikum und die umliegende Landschaft. Das Einzelbild erzählt davon, wie Menschen zusammenkommen, gemeinsam das Leben feiern, wie öffentliche Räume in der Region belebt werden – und wie kostbar solche Momente in einer Zeit sind, in der vieles nur noch digital gelebt wird.
Link zum Beitrag
Gewinnerin Kategorie Video/TV
Journalistin, Fernseh SRF
Endstation Crack
Rahel Lenz schafft eine einzigartige Verbindung zwischen den drei Hauptprotagonisten Jean-Pierre, Marc und José und dem Publikum. Man ist nicht mehr nur Beobachterin oder Beobachter, sondern bisweilen mittendrin. Ungeschminkt, in der gesamten Tragweite der gezeigten Schicksale, macht sie die Lebenssituationen spürbar. Auch die eigenen Gedanken der Journalistin kommen dabei nicht zu kurz – eine Eigenheit dieses Formats. Alles wirkt sehr authentisch. Allerdings ist es auch eine Gratwanderung; immer dann, wenndie Reporterin zur Psychotherapeutin zu werden droht. Und doch machen oft diese Szenen die Repo noch intensiver.
Link zum Beitrag
Peter Hossli
Gewinner Kategorie Recherche
Journalist, Leiter Ringier-Journalistenschule
Der iPhone-Erfinder aus dem Aargau
Den Recherchepreis 2026 erhält Journalist Peter Hossli für seinen Artikel über die Schweizer Wurzeln des Apple-Gründers Steve Jobs. In einer aufwändigen, minutiösen Recherche in diversesten Archiven gelang es dem früheren USA-Korrespondenten und heutigen Leiter der Ringier-Journalistenschule aufzuzeigen, dass Jobs Ursprünge im aargauischen Neuenhof und nicht wie immer kolportiert in Deutschland zu finden sind. Der hervorragende Artikel im Sonntagsblick ist ein Beispiel dafür, dass fokussierte, unspektakuläre Archivrecherche durchaus zu spektakulären Resultaten führen kann.
Link zum Beitrag
|